Chris Engelhardt aus Freital – nicht jede Meinung hat eine Wärmepumpe. Meine schon.

Chris Engelhardt aus Freital neben der Außeneinheit seiner Luft-Wasser-Wärmepumpe Vaillant aroTHERM plus

„Alle, die ich kenne und die selbst eine Wärmepumpe haben, sind damit zufrieden. Schlecht reden oft diejenigen, die keine haben.“, Zitat Chris Engelhardt, Juli 2026

 

Die Fakten

  • Projekt: Austausch eines alten Ölkessels gegen eine Luft-Wasser-Wärmepumpe
  • Ort: Freital in Sachsen
  • Objekt: Bestandsgebäude, erbaut 1921–1922 durch den Großvater
  • Ausgangsanlage: Wolf-Ölkessel, 33 Jahre alt und noch funktionsfähig
  • Neue Anlage: Luft-Wasser-Wärmepumpe Vaillant aroTHERM plus
  • Beheizte Fläche: ca. 250 m²
  • Wärmeverteilung: Heizkörper
  • Photovoltaik: 11,8 kWp mit 20 kWh Stromspeicher
  • Elektroinstallation: wurde im Zuge des Energiekonzepts komplett erneuert
  • Messung: eigener Stromzähler für die Wärmepumpe
  • Kernmotiv: strategische Modernisierung, mehr Energieautarkie und niedrigere Betriebskosten
  • Umsetzungspartner: Gröschel GmbH

 

Unser Haus

Ich wohne in einem Haus, das schon immer zu unserer Familie gehört. Mein Großvater Willi hat es von 1921 bis 1922 selbst gebaut. Willi war Handwerker und Unternehmer im Gerüst- und Maurerhandwerk. Ich will nicht poetisch werden, aber du spürst bei jedem Loch, das du in die Wand bohrst, und bei jedem Stein, den du veränderst, ein bisschen sein Vermächtnis.

Vielleicht ist es genau diese Perspektive, die meine Sicht auf das Gebäude so prägt. Für mich ist es nicht einfach nur ein Objekt. Es ist mein lebendiges Zuhause, dessen Wohlbefinden mir am Herzen liegt. Bei einer Veränderung frage ich oft: „Willi, ist das in Ordnung für dich?“ Seine Antwort ist dann mein gutes Gefühl.

Beruflich bin ich ganz nah bei ihm. Ich arbeite als Bauleiter in einem bekannten mittelständischen Bauunternehmen in unserer Region. Ich kenne unzählige Baustellen, deren Abläufe und die vielen kleinen und größeren Herausforderungen. Vieles machen wir heute noch so wie zu Zeiten meines Großvaters. Vieles hat sich natürlich verändert und weiterentwickelt. Vor allem die Baustoffe, Werkzeuge und Verfahren geben dem Bauen heute tolle Möglichkeiten. Ich wollte bei der Heizungsmodernisierung deshalb nicht einfach auf irgendeine konservative Lösung setzen.

Über die letzten 33 Jahre lief bei uns ein alter Wolf-Ölheizkessel. Der Bezirksschornsteinfegermeister hatte ihm trotz seines Alters noch gute Werte bescheinigt. Der Kessel hätte also noch ein paar Jahre laufen können. Deshalb war die Entscheidung keine Notentscheidung. Ich habe nicht modernisiert, weil etwas kaputt war.

Von Freital nach Dubai

Früher war ich ein wenig konservativ, auch technisch. Nicht grundsätzlich, aber vorsichtig. Wenn etwas funktionierte, ließ ich es laufen. Gerade im eigenen Haus. Es läuft ja, warum sollte ich etwas tun?

Verändert hat sich mein Blick in den Jahren, in denen ich international mit hoher Verantwortung auf Baustellen unterwegs war. Viele Jahre arbeitete ich von Dubai aus an Bauprojekten, die mich unter anderem in den Jemen, den Sudan, in die Türkei und nach Tadschikistan führten – in Regionen zwischen Nahost, Nordostafrika, Westasien und Zentralasien.

Das waren Erfahrungen, die man nicht einfach in eine Kategorie bekommt. Man sieht Armut und Improvisation. Man unterstützt Hilfsprojekte, bei denen Funktionalität wichtiger ist als Theorie. Man sieht aber auch Hightech, große internationale Strukturen und Projekte mit multinationaler Bedeutung. Diese Gegensätze machen etwas mit einem. Sie zeigen, dass es nicht die eine richtige Art gibt. Nicht die eine richtige Lösung.

Ich bin dadurch nicht sprunghafter geworden. Eher weiter. Ich schaue heute genauer hin und vor allem offener. Eine neue Lösung, eine neue Technologie, ein neues Verfahren ist für mich nicht automatisch besser. Sie muss zum Gebäude passen, sie muss technisch nachvollziehbar und erklärbar sein, und sie muss im Betrieb Sinn ergeben.

So kam auch die Wärmepumpe in meinen Fokus. Nicht als Schnellschuss. Der alte Ölkessel hatte ja noch gute Werte. Aber ich hatte begonnen, mein Haus anders zu betrachten: nicht nur als Gebäude mit funktionierender Heizung, sondern als System, das man Schritt für Schritt intelligenter machen kann. Intelligent ist heute, die Energie nicht einfach zu konsumieren, sondern Wege zu finden, sie selbst zu erzeugen, zu speichern und zu verbrauchen. Also wurden Photovoltaik, Stromspeicher und Luft-Wasser-Wärmepumpe für mich Teile dieses größeren Zusammenhangs.

Der erste Schritt war noch nicht die Wärmepumpe.

Bevor die Wärmepumpe kam, hatte ich bereits angefangen, den Ölverbrauch des Kessels zu senken. Zunächst installierte ich eine kleine Photovoltaikanlage mit ca. 4 kWp. Die war nicht dafür gedacht, Strom einzuspeisen oder den Haushalt zu versorgen. Sie versorgte ausschließlich einen Elektroheizstab in einem 1.000-Liter-Pufferspeicher.

Über eine spezielle Hydraulik wurde die durch den Solarstrom erzeugte Wärme in das Heizsystem eingebunden. Das hat funktioniert. Der Ölverbrauch sank von rund 3.000 Litern pro Jahr auf etwa 2.200 Liter. Rund 800 Liter Öl weniger im Jahr. Nur, denn es blieben über 2000 Liter Heizölverbrauch übrig.

Also es war nur eine Zwischenlösung. Die Anlage unterstützte lediglich den Heizbetrieb. Für die Warmwasserbereitung musste weiterhin der Ölkessel anspringen. Das war nicht schlau genug. Die Wärmepumpe war gedanklich ohnehin schon der nächste Schritt.

Aus einzelnen Maßnahmen wurde ein Energiekonzept.

Aus dem ersten Schritt wurde das größere Konzept. Die Photovoltaikanlage habe ich auf knapp 12 kWp erweitern lassen. Dazu kam ein Stromspeicher mit 20 kWh. Diese Konfiguration läuft seit März 2026. Bei Sonnenschein erreiche ich damit locker einen Autarkiegrad von 100 Prozent.

Das ist natürlich keine vollständige Jahresbilanz. Die will ich nach einem kompletten Betriebsjahr ziehen, also im April des nächsten Jahres. Doch die Richtung stimmt. Ich möchte möglichst viel Energie selbst nutzen, damit die laufenden Kosten konsequent senken und das Haus unabhängiger machen.

Perspektivisch denke ich auch schon weiter. Der Speicher soll um weitere 5 kWh erweitert werden. Und wenn mehr Solarertrag erforderlich ist, gibt es am Haus weitere Dachflächen für zusätzliche Photovoltaik-Module.

Als Frank Gröschel zur Tür rausging, wusste ich: Der wird es.

Der erste konkrete Impuls zur Wärmepumpe kam von einer Baumesse. Dort ließ ich mich beraten. Dann holte ich mehrere Angebote ein. Mehrere Anbieter waren bei mir zu Hause, darunter auch die Gröschel GmbH aus Pirna.

Am Ende war Gröschel das teuerste Angebot. Nicht mit einem riesigen Unterschied, aber spürbar. Trotzdem war für mich nach dem Termin klar, wohin es geht. Als Frank Gröschel zur Tür rausgegangen war, wusste ich: Der wird es.

Das lag nicht an einem großen Verkaufsversprechen. Das gab es nicht. Es lag an der Art seiner Beratung. Ruhig, präzise, kompetent – so habe ich es für mich zusammengefasst. Die Antworten waren verständlich. Die Einschätzung wirkte fachlich sicher. Und ich hatte nie das Gefühl, dass mir eine Standardlösung verkauft werden sollte.

Gerade bei einem Bestandsgebäude mit rund 250 Quadratmetern beheizter Fläche und Heizkörpern wollte ich keinen Schnellschuss. Ich wollte jemanden, der nüchtern prüft, was funktioniert, und der auch sagen würde, wenn etwas nicht passt. Und jemanden, der erst zuhört – und dann spricht.

Eine Baustelle, die fast zu ruhig lief

Ich kenne Baustellen gut. Deshalb rechne ich grundsätzlich nie damit, dass alles ohne Reibung läuft. Bei der Umsetzung meiner eigenen Anlage war ich umso überraschter, wie sauber, ordentlich, präzise und schnell die Arbeiten abliefen.

Ja, ich hatte sogar etwas Angst, da alles so schnell und reibungslos verlief. Mir war das wirklich fast unheimlich. Das klingt vielleicht ungewöhnlich, aber als Bauleiter wird man aufmerksam, wenn eine Baustelle zu ruhig wirkt. In meinem Fall war das glücklicherweise kein schlechtes Zeichen. Es war einfach alles gut vorbereitet. Das beginnt beim genauen Zuhören und geht weiter bei der sauberen Kommunikation vor und während der Umsetzung.

Die alte Ölheizung wurde durch eine Luft-Wasser-Wärmepumpe Vaillant aroTHERM plus ersetzt. Dazu passte das Umfeld: Photovoltaik, Stromspeicher und die vorher komplett erneuerte Elektroinstallation mit eigener Verbrauchsmessung für die Wärmepumpe.

Hoffnung und Übererfüllung

Wenn ich meinem Projekt einen Titel geben müsste, wäre es: Hoffnung und Übererfüllung.

Hoffnung – weil vor so einer Entscheidung natürlich tausend Stimmen im Kopf sind. Wärmepumpe im Bestand. Große beheizte Fläche. Heizkörper. Wird das am Ende teuer? Wird es kompliziert? Stimmt das Wärmegefühl? Gibt es Geräusche? Und so weiter. Man hört viel, gerade von Menschen, die selbst keine Wärmepumpe betreiben.

Übererfüllung – weil sich dieser Mythos bei mir nicht bestätigt hat. Die Anlage läuft sehr gut. Sie arbeitet leise und zuverlässig. Geräuschprobleme habe ich nicht. Auch das Wärmegefühl im Haus ist ganz normal.

Trotzdem bleibe ich bei der Bewertung zurückhaltend und sachlich. Eine endgültige Bilanz ziehe ich erst nach einem vollständigen Betriebsjahr. Aber mein Eindruck heute ist bereits: Die Anlage läuft sparsamer und unproblematischer, als viele es einer Wärmepumpe im Bestand zutrauen würden.

Und eines ist völlig neu: Sie stinkt nicht. Der Geruch der alten Ölanlage und ihres Lagers verschwindet.

Was das für andere Bestandsgebäude bedeutet

Dieses Projekt zeigt nicht, dass jede Wärmepumpe in jedem Haus automatisch passt. So einfach ist es nicht. Gerade im Bestand muss man genauer hinsehen. Entscheidend sind nicht nur das Baujahr oder die Frage, ob Fußbodenheizung vorhanden ist. Wichtig sind der Zustand des Gebäudes, die Heizflächen, die Verbrauchsdaten, die Hydraulik und die passende Dimensionierung.

Bei mir ist die Situation für viele Eigentümer interessant, weil das Haus von 1922 stammt, rund 250 Quadratmeter beheizt werden und die Wärme über Heizkörper verteilt wird. Das sind keine Laborbedingungen. Es ist ein reales Bestandsgebäude. Wir haben neue Fenster und ein gedämmtes Dach. Die Außenfassade ist nicht gedämmt.

In meinem Umfeld sehe ich einen deutlichen Unterschied zwischen Menschen mit eigener Wärmepumpenerfahrung und Menschen ohne eigene Anlage. Alle, die eine Wärmepumpe haben und die ich kenne, sind damit happy und zufrieden. Viele, die keine haben, reden sie schlecht.

Für mich zählt am Ende nur die eigene Erfahrung. Und die wird jetzt Schritt für Schritt gemessen.

 

FAQ – Luft-Wasser-Wärmepumpe im 250 Quadratmeter Altbau von 1922, mit Heizkörpern

1. Warum wurde die alte Ölheizung ersetzt, obwohl sie noch funktionierte?

Der 33 Jahre alte Wolf-Ölkessel hatte laut Schornsteinfeger noch gute Werte. Der Austausch erfolgte nicht wegen eines Defekts, sondern als strategische Modernisierung für mehr Unabhängigkeit, geringere Betriebskosten und ein zeitgemäßes Energiekonzept.

2. Funktioniert eine Wärmepumpe auch in einem älteren Haus in Freital?

Dieses Projekt zeigt, dass eine Luft-Wasser-Wärmepumpe auch in einem Bestandsgebäude von 1922 realistisch sein kann. Entscheidend sind jedoch Gebäudezustand, Heizflächen, Verbrauchsdaten, Hydraulik und fachgerechte Dimensionierung.

3. Braucht man für eine Wärmepumpe zwingend Fußbodenheizung?

In diesem Haus wird die Wärme über Heizkörper verteilt. Eine Fußbodenheizung ist also nicht zwingend Voraussetzung. Ob Heizkörper ausreichen, muss aber für jedes Gebäude separat geprüft werden.

4. Welche Rolle spielt Photovoltaik bei der Wärmepumpe?

Die Photovoltaikanlage wurde auf 11,8 kWp erweitert und mit einem 20-kWh-Stromspeicher kombiniert. Ziel ist, möglichst viel eigenen Strom im Haus zu nutzen und die Betriebskosten der Wärmepumpe besser zu kontrollieren.

5. Ist die Außeneinheit einer Luft-Wasser-Wärmepumpe störend?

Bei Chris Engelhardt gibt es laut bisheriger Betriebserfahrung keine Geräuschprobleme. Die Anlage arbeitet leise und zuverlässig. Der konkrete Aufstellort sollte dennoch immer sorgfältig geplant werden.

6. Warum ist ein eigener Stromzähler für die Wärmepumpe sinnvoll?

Der eigene Stromzähler macht Verbrauch, Effizienz und Betriebsverhalten der Wärmepumpe nachvollziehbar. So kann die Anlage nicht nur gefühlt, sondern über ein vollständiges Betriebsjahr sachlich bewertet werden.

7. Warum hat sich Chris Engelhardt trotz des höheren Angebotes für Gröschel entschieden?

Gröschel war nicht das günstigste Angebot. Ausschlaggebend waren die ruhige Beratung, präzise Antworten, fachliche Sicherheit und das Vertrauen, dass die Lösung zum Bestandsgebäude passt.

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